Projekte 2015

Erstellt von jens carstensen Am 9, Mrz. 2016 Kommentar hinzufügen

Verloren im Rotersand – Woyzeck

Mit nostalgischen Karussels, ausgestopften Tieren und skurrilen Objekten sind die Flohmarkthallen am Rotersand ein absolutes Kleinod in Bremerhaven und eine perfekte Kulisse für eine Filmidee.

Das Fragment „Woyzeck“ von Georg Büchner aus dem Jahre 1876 dient als Grundlage der zu erzählenden Geschichte. In ihm dreht sich alles um einen ganz normalen Bürger in einer ganz normalen Stadt, in der er sich auskennt, aber in der er auch ständig gegen sich selbst und alle anderen kämpft und zum Schluss auf allen Ebenen scheitert. Woyzeck fühlt sich wertlos, ist eifersüchtig, hat ein uneheliches Kind und unterliegt den familiären und gesellschaftlichen Zwängen.

Filmpremiere in der Villa Schocken

Vom 20.-30. März besuchte das Team aus Bremerhaven erneut Israel und sammelte Bilder und Geschichten über die Nachfolge einer Familie, die ursprünglich in Bremerhaven beheimatet gewesen war. Im Alter von 7 Jahren wurde Miriam Elyashiv (deutscher Kindername: Margot Elkeles) 1938 von ihrer Großmutter Jeanette Schocken mit einem Kindertransport nach Holland geschickt und so vor dem Zugriff der Nazis gerettet.

Wir haben die jetzt 84jährige Miriam Elyashiv und ihre Familie in Jerusalem getroffen und uns über ihren Aufbruch in ein fremdes Land informiert. Gemeinsam haben wir einige Stationen ihres Lebens in Israel aufgesucht und für die Filmdokumentation „Miriam und Harry Elyashiv“ Aufnahmen gemacht. Wir waren berührt von der Offenheit und Herzlichkeit, mit der diese Exkursion in ein für uns fremdes Leben von der gesamten Familie Elyashiv begleitet wurde.

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