[KLANG]

Erstellt von jens carstensen Am 1, Mrz. 2006 Kommentare deaktiviert

[KLANG] – das Projekt?

Das Jahresprojekt der Immanuel-Kant-Schule 2005/2006 

Klang steuert die Befindlichkeit des Menschen.

Als Lärm beeinflusst er unsere Gesundheit.
Als Musik steuert er unsere Gefühle und bewegt unseren Körper.
Als Sprache strukturiert er unsere Gedanken.  

Das [K L A N G] Projekt der Immanuel-Kant-Schule möchte im kommenden Jahr Schüler auf eine Ohrenreise durch ihre Lebenswelten schicken. Eine Sensibilisierung für die Thematik „Lärm“ ist an unserer Schule unbedingt notwendig. Über eine breite Einbindung in verschiedene Schulfächer möchten wir unseren Schülern die Wichtigkeit für Lärmvermeidung in unserer Kultur verdeutlichen 

Was bisher geschah:Die Außerirdischen auf dem Weg ins Schlaraffenland haben einen Umweg über Grünhöfe genommen. Martin Kemner hat sie mit unserem Alienjäger Marvyn aufgespürt und in einer unterhaltsamen Reportage auf Video vorgestellt.[KLANG KÖRPER] – Claudia Hanfgarn erarbeitet mit Schülern der Klasse R9 bein Tanzstück. wir nehmen an dem “Themenatelier Tanz” der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung teil. Bereits am 10./11. Februar sind wir in Weimar auf Informationstour. Was ist neu: [Wasser Klang]?- Zwei international bekannte Klangkünstlerr kommen vom 21. bis 24. Februar an die Immanuel-Kant-Schule. Hannes Hoelzl (Italien) und Echo Ho (China) spüren mit der Klasse R 9a den vielfältigen Klängen des Wassers nach. Klangergebnisse werden im Kunstverein Bremerhaven am 24. Februar in einem Konzert des Vereins für Neue Musik “Unerhört” vorgestellt.

[Herz Klopfen]? – Ein Videoprojekt von Martin Kemner in Zusammenarbeit mit der Klasse H 10a. Wo steckt nur die Leidenschaft?

[Klang Wald] -  die Vertonug des Kinderbuches “Das Waldorchester”

[Klang Wellen] – In Zusammenarbeit mit “Faden e.V.” haben wir große Klangbleche als Instrumente entworfen und von Schülern bauen lassen. Das große Donnerwetter wird geprobt und am 11. und 12. März im “Alten Kraftwerk” aufgeführt. Betreut wird das Projekt von Jens Carstensen und Terry Schmidt.   

Die Künstler
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Echo Ho und Hannes Hölzl machen Hauptsächlich Klang-Projekte in Schulen (meistens Grundschulen) und mit den Kindern die Animationen. Wo sie am meisten Spass hatten war im Prag. Sie machten so etwas ähnliches wie eine Klangskulptur.

Mehr dazu findet ihr unter www.earweego.net und Bilder dazu unter www.flick.de
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Sie waren schon in verschiedenen Ländern wie z.B. in Frankreich, Italien, Deutschland, China, Schweiz und Österreich. Fast nur in Europa.

Diese Art von Musik wird eher als Experimentelle Musik oder Klang bezeichnet. Sie probieren neue Muster aus und hören sich die Meinungen der Leute dazu an. Sie brauchen folgende Kenntnisse: Englisch, Mathe, Logik, Physik und Technik. Desto mehr man weiß umso bessere Ergebnisse kommen heraus.
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Zurzeit befassen sie sich mit interaktivität. Sie bringen in einem Raum Sensoren an, die als verlängerte Maus dienen. Sie reagieren auf Licht. Es ist die Grundlage für die zukünftigen Objekte.

Hannes Hölzl ist durch Jens Carstensen nach Bremerhaven gekommen, denn er wurde Assistent und später dann Selbstständig. Jetzt arbeitet er mit Echo Ho zusammen. Sie verdienen nicht viel, es ist nämlich kein richtiger Beruf sondern sie arbeiten als freie Künstler. Es ist eher ein Hobby und es soll Spass machen. Außerdem haben sie Freude an Experimenten und leben ihre Freiheit aus da sie selbständig sind. Sie lernen nette leute kennen und haben Spass an ihren Reisen.
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[Menschliches Orchester]

powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5

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Eine kleine spielbare Flashanimation von Sebastian Block, Sven Hamann und Antje Stenfeld. Diese Arbeit entstand im Rahmen des Seminars “Audiotechnik und Multimedia” an der Hochschule Bremerhaven. Der kleine Flashfilm steht zum Download bereit:

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film.swf

[HERZ BLUT]
Unser Klassenraum ein „Erlebnisparcours“ H 10b Mai 2006

Unser Projekt mit Martin Kemner hatte den Titel „Heart Beats“. Bei diesem Projekt ging es um die Dinge, die uns wichtig sind, die uns am Herzen liegen. In der Zeit vom 24.04. bis 28.04.2006 haben sich fünf Gruppen mit folgenden Themen beschäftigt:

1. Mode/Tanzen
2. Fußball
3. Liebe/Freundschaft
4. Schule
5. Kant-Tine/Cafeteria

Wir sollten für uns persönlich entscheiden welches Thema uns am Herzen liegt.

I. Mode/Tanz:
Teilnehmer: Sanije Raifoski, Yasmin Müller, Andreia da Silva Ramos, Marko Bruns

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Projektbeschreibung:
Wir haben Mode dargestellt mit Hilfe von Figurinen, einer selbst gemachten Drahtpuppe und auch Barbie und Ken mussten herhalten.
Wir haben von uns selbst Modefotos gemacht und diese bearbeitet mit einem Fotobearbeitungsprogramm. Danach sahen sie schon ganz schön professionell aus.
Tanz heißt sich rhythmisch bewegen, deshalb haben wir dazu ein Video erstellt.
Auch dieses haben wir künstlerisch bearbeitet.

II: Fußball
Teilnehmer: Yasmin Müller, Adam Maibach, Alexander Günter, Rene Lausch, Andy Pauper, Cansin Yücel

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Projektbeschreibung:
Alles begann mit einem Fußballspiel in der Sporthalle. Dieses haben wir gefilmt und das Video geschnitten und mit passender Musik unterlegt.
Unsere Präsentationsecke bestand außerdem aus einem Fußballtor, Trikots, Schuhen, 2m² Kunst-rasen, Kickertisch, Fanartikeln und natürlich einem Fußball.

III. Liebe/Freundschaft
Teilnehmer: Nada Hassan, Diler Kaya, Qendresa Krasniqi, Maria Schneidmüller, Vladimir Ivanschenko,

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Projektbeschreibung:
Unser Projekt begann damit, dass wir alle möglichen Dinge sammelten, die mit Liebe und Freundschaft zutun haben. Rote Kissen in Herzform, Rosen, Muscheln, Sand, legten wir auf rote Tücher. Romantik pur- das stellte unsere Ecke dar. Fotos zum Thema Freundschaft und Liebe haben wir erstellt und, wie wir finden, ein tolles Video zu diesem Thema gedreht.

IV. Schule
Teilnehmer: Dennis Mohnicke, Pascal Armbrust, Randy Klöcking, Maria Schneimüller

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Projektbeschreibung:

Schwerpunkt unserer Arbeit ist ein Video. Es ist ca. 10 Minuten lang und zeigt unsere Schule aus verschiedenen Perspektiven. Durch das Bearbeitungsprogramm entstanden Effekte, die mit passender Musik spannende Bildfolgen erzeugen. Unsere Schule -einmal ganz anders- aus positiver Sicht.

V. Kant-Tine/Cafeteria

Teilnehmer: Frau Ahlgrim, Adam Maibach, Andreia da Silva Ramos, Sanije Raifoski, Maria Schneidmüller.

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Projektbeschreibung:

Unsere Cafeteria ist ein wichtiges Standbein unseres Betreuungskonzeptes. Viele fleißige Hände sorgen dafür, dass es täglich bei uns in der Pause frische Brötchen, Sesamringe, Türkische Pizzas, Cornys und verschiedene Getränke gibt. Und das seit 12 Jahren schon. Wir fanden es an der Zeit, einmal darüber zu berichten. So entstand eine bunte Info-Wand.

Alles wurde in unserem Klassenraum in aufwendig gestalteten Ecken präsentiert.
So wurde unser Klassenraum ein Erlebnisparcours.

[Klang Feuer] zwischen Explosion und Meditation, 10. Klasse, Kooperation, Okt./Nov. 2006

100 Bezeichnungen für Klänge des Feuers finden, Explosionen mit dem Mund erzeugen (Feuerspucken) oder auf Meditationsreise gehen und sich vom sanften Klang einer Ohrkerzenflamme entführen lassen. Die Bedeutung des Feuers in der Geschichte, die Faszination des Feuers heute. Später dann die Brandhalle der Feuerwehr besuchen, sich im nahen Feuerwerks-Werk informieren oder gar die Stahlwerke in Bremen (brennt Metall?) besuchen. Der erste Teil ist getan

Koop-Klasse 10, Anne-Frank-Schule

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13.10.2006

Am 12.10.2006 hat Uwe -der Zauberer- Lührs uns das Feuerspucken gezeigt.

Dafür haben wir Mehl und Bärlappsporen benutzt Folgende Punkte sollten wir beachten:

1. Im freien spucken
2. Keine Gesichtsbehaarung
3. Nicht gegen den Wind spucken
4. Nicht in Richtung von Menschen und Gebäuden (andere Gegenstände) spucken
5. Mit lang gestrecktem Arm die Fackel halten
6. Das Pulver über die Fackel spucken
7. Nach dem Spucken die Fackel zurück ziehen und zurück gehen
8. Nach dem Spucken den Mund reinigen
Am Ende konnte es Sven am besten.
Gazi wollte nicht Feuerspucken.
Es hat uns allen Spaß gemacht.
Sven, Gazi, Sebastian

[Klang Körper - Körper Klang]
Kooperationspartner: Tanzpädagogisches Projekt Schultanz (TAPST) des Arbeitsförderungs-Zentrum (afz) Bremerhaven
Claudia Hanfgarn

www.hanfgarn.de

Beteiligte Schüler:
26 SchülerInnen der Klasse R9b;
offene Arbeitsgemeinschaften

Beteiligte Lehrkräfte:
Fach Musik: Jens Carstensen Fach Deutsch: Marion Denzinger, Offene Angebote Tanz: Karolina Kaas, Mohamed Kavsin Mediengestaltung: Hinz&KunST, Martin Kemner

Der Tanz macht die Musik macht den Tanz macht die Musik!
KLANGKÖRPER-KÖRPERKLANG stellt gewohnte Musik- und Tanzstereotypen in Frage. Klänge, Geräusche, bei Tanzimprovisationen aufgenommen und elektronisch aufbereitet, waren der Soundtrack für die Performance, resultierend aus den Fragen:

Welche Klänge gehören zu unserem Körper?
Welche Klänge können und wollen wir selbst erzeugen?
Was bewegt uns – wie bewegen wir uns zu diesen Klängen?

Die Klänge dabei selber zu produzieren und aufzunehmen war genauso wichtig, wie sie selbständig am Computer zu verfremden.
Gleichzeitig erstellten die Schüler im Deutschunterricht eigene Texte und Satzfragmente, die neu zusammengesetzt zu wandelbaren Arrangements ungewöhnlicher Wortkombinationen mit poetischer Schönheit wurden.

Auch aus übersetzten Texten „ihrer Songs“ wurden durch diese Technik neue Wort- und Gedankengebilde. Diese verschiedenen Kompositionsmöglichkeiten verstärkten und unterstützten sich durch die Einbindung in Bewegungsvorgaben. Einige der Schüler sprachen „ihre“ Sätze nur bei einer bestimmten Berührung und Bewegungsfolge aus. Die daraufhin entstehenden Texte klangen jedes Mal anders. „Sprecher“ und „Berührer“ waren bei unterschiedlichem Bewegungsvokabular miteinander in Kontakt.
In der fertigen Choreographie wechselten sich, die von den Schülern erarbeiteten Szenen mit solchen ab, in denen alle gemeinsam an einem Bild beteiligt waren oder es eine gemeinsame Bewegungsfolge gab. Der große Anteil, der eigenständig und als Gruppen immer wieder unterschiedlich zusammenarbeitender Schüler, zeugte von der gewachsenen Teamfähigkeit. Es gab in der entstehenden Choreographie wenig komplett festgelegte Anteile.

Die Schüler hatten ein Geflecht aus Absprachen und Verantwortlichkeiten und mussten im Verlauf ständig untereinander kommunizieren. Der Tanz wurde also nicht aus vorgefertigtem Schrittmaterial und vorgegebenem Rhythmus entwickelt, sondern entwickelte sich aus emotionalen Vorgaben aus der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen. Getanzt und improvisiert wurde zu den Geräuschen, die aus den vorherigen Sessions stammten, von den „Ton-Schülern“ elektronisch aufbereitet und bei jeder Vorstellung in Reaktion auf die TänzerInnen.

Mehr und mehr reagierten sie auf das, was im Moment entstand. Auf dieser Basis wurden die Tanz- Sprech-, Improvisations- und Geräuschsequenzen nach dramaturgischen Gesichtspunkten locker festgelegt und geordnet, an einer Stelle mit Musik im herkömmlichen Sinn „unterfüttert“.
Die choreografischen Sequenzen und Bilder wurden außerdem von Schülern mit Digitalkamera und Video festgehalten und anschließend digital bearbeitet. Diese Bilder wurden, gemischt mit Live-Einspielungen, wieder auf die TänzerInnen projiziert und diese korrespondierten wiederum mit ihrem virtuellen Alter Ego. Die beteiligten Schüler lernten unter Anleitung eines Mediengestalters Bildgestaltung/Aufnahmetechnik, nonlinearen Videoschnitt und bewährten sich als Video-Jockeys. So entstand in der Summe ein spannendes Vexierspiel von hoher ästhetischer Qualität, welches wiederum mit einer Videokamera dokumentiert wurde und somit auch von den agierenden Schüler betrachtet werden konnte, die ehrlich von sich selbst beeindruckt waren.

Tanzen ist seit vielen Jahren ein wichtiger Angebotsbereich in der Immanuel-Kantschule. Gruppentänze im Unterricht, Tanzarbeitsgemeinschaften betreut von professionellen Tänzerinnen, Street Dance und Breakdance waren bisher Angebote, die von SchülerInnenseite immer wieder angefordert wurden. Inzwischen betreuen Schülerinnen unserer Schule den Nachwuchs und es entwickelten sich Strukturen der Selbstorganisation. Es war jedoch festzustellen, dass sich all diese Angebote in erster Linie nachahmend gestalteten, was nicht grundsätzlich verkehrt, aber doch ausbaufähig ist.
Der Umgang mit den Themen „Körper“ und „Klang“ sollte in KLANGKÖRPER-KÖRPERKLANG eine lebendige und authentische Qualität gewinnen, die wir mit diesem Tanzprojekt sozusagen selbstrefenzieren, selbst thematisieren wollten:

Bewegung als
- persönliche körperliche Erfahrung
- kommunikatives Handeln
- gestalterische Aktion
zu begreifen.

Das Tanzpädagogische Projekt Schultanz (TAPST) wurde von Claudia Hanfgarn im Jahre 2000 in Zusammenarbeit mit der Stadt Bremerhaven gegründet. Seit 2002 ist TAPST ein Projekt des Arbeitsförderungs-Zentrums (afz). Das grundsätzliche Ziel des afz ist die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in Bremerhaven. Dabei geht das afz verschiedene Wege. Neben Beratung von Unternehmen, Arbeitnehmern und Behörden, initiiert und unterstützt das afz ungewöhnliche Projekte (Schule für Eltern, Kinder finden Natur in Lehe) und innovative Wege, um mittel- und langfristig die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner und deren Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern.

Die Kernidee von TAPST ist, künstlerische Gestaltungsprozesse für alle Schüler erlebbar zu machen und die Vermittlung von tänzerischen und theatralischen Fähigkeiten durch professionelle Bühnenkünstler im Schulalltag zu verankern. Aus diesem Grunde ist TAPST sowohl ein pädagogisches, als auch ein künstlerisches Projekt. Die Produktionen und Projekte werden vom Kulturamt Bremerhaven gefördert.

Alle Schüler sollten die Chance haben sich im Projekt auch als „Tänzer“ zu beteiligen, daher waren die ersten Projekt-Tanz-Tage für alle Schüler verpflichtend. Der männliche Anteil fast aller Klassen würde sich auf freiwilliger Basis spontan gegen das Tanzen entscheiden. Durch die verpflichtende Teilnahme aller Schüler an den ersten Tanzeinheiten – genau wie normalerweise Mathematikunterricht oder Englisch – haben die Jungen in der Klasse die Möglichkeit ihr Gesicht zu wahren. Nach den eigenen Erfahrungen in den Projekt-Tanz-Tagen änderte ein Teil der Jungen ihre Meinung und nahmen die Gestaltung der Choreographie gern aktiv in die eigenen Hände. Die Begründungen: „Hier tanzen wir ja anders.“ oder „Das ist mehr so Bewegung!“ bedurften dann keiner weiteren Erklärung mehr.

Bei der Arbeit an Bewegungsaufgaben, die viel Körperkontakt verlangten, entstanden fast ausnahmslos gleichgeschlechtliche Arbeitsgruppen. Es war dabei wichtig den Jungen ihre Kraft und ihre Risikofreude im Tanz nicht zu nehmen. Ihre eigenständig erarbeiteten Bewegungsaufgaben zeigten ein dynamischeres und unabgestimmteres Bild als das der Mädchen. In der Zusammenarbeit macht genau diese Spannung den Reiz und die Frische aus. Die Mädchen haben vermutlich eindeutigere Vorbilder und Muster im Kopf, die ohne die schnellen Schnitte und Lichteffekte des TV Konsumenten eher langweilig und betulich wirkten. Ihre Gestaltungen waren in der Feinabstimmung untereinander unschlagbar und präzise eingespielt. An exakten Wiederholungen arbeiteten sie selbstverständlich. Die Gestaltung der Jungen lehnte sich an nichts an, sie probierten wild , unkonventionell und mit hohem Kraftaufwand. Die Wiederholbarkeit herzustellen war oft das größte Problem. Sie waren überrascht von den vielversprechenden Ergebnissen und der Aussagekraft der Körper – genau wie die Mädchen. Beide Gruppen lernten in den kommenden Wochen sehr viel voneinander.

Diese Situation mischte die ursprüngliche Aufteilung des Kurses Musik neu. Von 26 Schülern entschieden sich 20 auf der Bühne zu stehen, der Rest arbeitete hinter der Bühne am Projekt mit: dokumentierte das Projekt für die Internetseite (http://iks-medien.de/?page_id=152 ) vervollständigte die Soundmischungen, machte Fotos und Filme für die Live-Einspielungen der Vorstellungen oder hängte schwarze Bühnenvorhänge auf.

Die Choreographie entstand auf diese Weise in enger Zusammenarbeit mit den Schülern.

Im Allgemeinen tanzen Jugendliche, wenn überhaupt, zu „ihrer“ Musik. Zu welcher Musik man tanzt ist für Jugendliche dabei von großer Wichtigkeit und Bedeutung und entscheidet oft über „dazu gehören“ oder nicht. Dieser Umstand beengt und beeinflusst die Erlebniswelt in hohem Maße. Wir wollten die Jugendlichen mit anderen, für sie neuen Klängen in Kontakt bringen und ihnen einen Zugang zu Tanz und Bewegung abseits der klischeehaften Vorstellung (Ballett oder Clipdance auf MTV) ermöglichen.
Weg vom reinen Konsum perfekter Sounds und Bilder, hin zu eigenständigem, kreativem Umgang mit den persönlichen Möglichkeiten

KLANGKÖRPER-KÖRPERKLANG ist durch das Ineinandergreifen der verschiedenen Bereiche (Arbeit an und mit Texten, Tanz und Improvisation, Herstellen von Musik, Filmaufnahmen und Filmbearbeitung, Licht und Videoinstallation, Live –Einspielungen usw.) fächer- und (Kunst) spartenübergreifend. Die Erarbeitung der technischen Fähigkeiten in allen Bereichen wurde sowohl von Lehrern als auch von professionellen Künstlern begleitet und angeleitet.

Für die Jugendlichen wurde so spür- und greifbar, dass sie aus der von ihnen geschätzten Retortenästhetik von MTV&Co. etwas Eigenes gestalten können, dass sie dem etwas entgegen zu setzen haben. Aus diesem Erfahrungen, zu denen häufige Aufführungen an verschiedenen Orten erheblich beitrugen, gingen alle gestärkt und selbstbewusst hervor.

Im gemeinsamen Training vor den Proben waren die Schüler oft unkonzentriert. Die ersten Projekttage waren so positiv verlaufen, dass das schnelle Voranschreiten und Entwickeln ihrer Ideen im Vordergrund ihres Interesses stand. Der Moment des immer wieder Einlassens auf das Gemeinsame, die Körperlichkeit und Nähe, das Miteinander, das Wortlose und gleichzeitig Energiegeladene war, aus dem normalen Schulalltag kommend sehr schwer. Die Arbeit war um ein vielfaches spannender, leichter und befriedigender, wenn die Gruppe diese Hürde genommen hatte. In den ersten Tagen war dieser Zauber, ohne von ihnen wirklich bemerkt worden zu sein, wie aus dem Nichts über sie gekommen. Dort immer wieder einzutreffen entzog sich ihrem Willen und ihren Möglichkeiten. Sie wollten gerne aber wir schafften es trotzdem nicht. Es hat eine ganze Weile gedauert bis wir uns an den Rausch der ersten Tage wieder herantasten konnten.

Kommentare nach den ersten Projekt-Tanz-Tagen:
Viktoria: – Es ist anstrengend sich 6 Stunden lang nur zu bewegen. Ich fand es schön zu
sehen, was für gute Ideen die Jungs hatten.

Zlatko: – Das Tanzprojekt hat mir gefallen obwohl ich nicht ganz klar kam mit den Bewegungen. Mir haben die Bewegungsaufgaben gefallen. Zum Schluss zeigen alle Gruppen ihre Aufgaben vor. Meine Mitschüler hatten
super Ideen.

Daniela: – An vier Projekttagen hatte unsere Klasse Besuch von Frau Hanfgarn. Sie hat
uns einige Tanzschritte beigebracht. Dafür haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und verschiedene Sachen geübt.

Sandra: – Wir haben uns zuerst in einen Kreis gesetzt und uns besprochen. Eine der
beiden Gruppen hat Fotos gemacht.

Kommentare nach den ersten Präsentationen:
Nesibe: – Man musste sich erst dran gewöhnen!
Elif: – Wir haben uns in der Klasse viel besser kennen gelernt. Früher gab es viel
mehr Streit, jetzt wollen wir mehr zusammen machen.
Lydia: – Am sichersten haben wir uns vor Erwachsenen gefühlt, die respektieren uns.

Die erste Präsentationen der Arbeit fand schon nach vier Projekttagen anlässlich der ersten Bremerhavener Bildungsbörse statt. Zur Auftaktveranstaltung am Abend war Enja Riegel als Referentin eingeladen und die Aula des Geschwister-Scholl-Schul-Zentrums war gefüllt mit künstlerisch interessierten Eltern und Lehrern.

Nach dem Blick auf den gefüllten Saal wollten die Schüler zunächst gar nicht auf die Bühne. Nur durch minutenlanges, gutes Zureden und der Zusage die Präsentation ausdrücklich als „work in progress“ anzukündigen, traten sie schließlich auf. Die Stille, die bei ihrem Auftritt einsetzte und der lange Applaus zum Abschluss, versetzte die Schüler in ungläubiges Staunen. So viel konzentrierte Aufmerksamkeit und Interesse waren sie nicht gewöhnt. Es muss einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Der nächste Auftritt ein paar Monate später fand während des nachmittäglichen Sommerfestes zum fünfzigsten Geburtstag der Immanuel-Kantschule statt. Zum Einen funktionierten, in dem nicht vollständig abdunkelbaren Raum, die Projektionen nicht gut, zum Anderen war es der erste absolut sonnige Tag des Jahres und die Schüler, Lehrer und Eltern strömten unablässig und auch während der Vorstellung von KLANGKÖRPER-KÖRPERKLANG vom Schulhof in die Aula und umgekehrt.

Die Türen waren durch die plötzliche Hitze weit geöffnet, die Vorhänge flatterten geräuschvoll. Alle am Projekt beteiligten Lehrer und Künstler hielten den Atem an. Wir waren verunsichert und litten mit den Tänzern auf der Bühne. Würden die Gruppe durchhalten und unter diesen Umständen zu ihrer Arbeit stehen können? Zwischen Hip-Hop und Chor der Schule wirkte die Arbeit zu leise und detailfreudig, in einem solchen Rahmen schlecht platziert.

Aber – die Schüler selber haben die gesamte Präsentation mit einer unglaublichen Konzentration durchgehalten. Wir waren sprachlos und begeistert. Nach ihrem Auftritt berichteten sie, dass sie sich einfach ihre erste Präsentation vor Augen geführt hätten. Dieses gemeinsame Eintauchen in die Imagination, das Einlassen auf die Bewegung und Nähe von der wir wochenlang gesprochen hatten, da war sie im richtigen Moment von den Schülern hergestellt worden.

Der Auftritt zum Schulfestakt einen Tag später und die Präsentation auf dem 3. Ganztagsschulkongress in Berlin fügten zwei weitere wichtige Erfahrungen in punkto sich präsentieren und gemeinsam Ängste überwinden hinzu. Mit jedem Auftritt haben sich die Schüler einen Schritt weiterentwickelt. Aber die unterschiedlichen Bedingungen der ersten beiden Auftritte haben sich bei allen im Gedächtnis eingebrannt.

1.Arbeitstreffen

Baha2r.jpg Bahar:
Ich fand es gut, dass Claudia Hanfgarn Geduld mit uns hatte zu ?Claudia wusste wie sie uns orientieren sollte. F?h war es sehr interessant.
Victoria:
Ich fand den gestriegen Tag sehr schön. Es war anstrengend sechs Stunden lang sich nur zu bewegen. Ich fand es schön zu sehen, dass auch die Jungs gute Ideen hatten. Ich freue mich auf das Ergebnis unserer Arbeit. Ich hoffe wir werden es gut meistern. Ich w? uns viel Erfolg.
Zlatko2.jpg Zlatko:
Der gestriege Tag hat mir gefallen, obwohl ich nicht ganz klar kamm mit den Bewegungen. Mir haben die Aufgaben gefallen. Zum Schluߠmussten wir die Bewegungsaufgaben vorf? Ich fand es gut, denn meine Mitsch?atten gute Ideen.
gökhan G?n:
In den ersten Stunden haben wir mit Aufw䲭ungen angefangen. Die wir schon einmal, vor den Weihnachtsferien, ge?ben. In der zweiten Stunde haben wir drei Gruppen gebildet und noch weiter ge?n der letzetn Stunde sollten wir dann vorf?was wir ge?tten.
Ayhan2jpg.jpg Ayhan:
Nach dem wir uns im Musikraum getrofen haben, hat Herr Carstensen uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe blieb im Musikraum, die andere Gruppe ging ins B-Team. Dort haben wir einzelne G?rteile fotographiert.
Deniz2.jpg Deniz:
Zuerst haben wir die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, wir haben uns wie eine Schlange durch den Musikraum geschlengelt. Dann haben wir eine Fortsetzung von einem Tanz gelernt. Danach mussten wir zu dritt Bewegungen machen, bei dennen wir uns gegenseitig gest?aben. In den letzetn beiden stunden haben alle dreier Gruppen ihre Bewegungen vorgef?Alles im ganzen hatte ich viel spaß
Marc2el.jpg Marcel:
Ich fand das Tanzen gestern gut. Ich fands gestern gut das die anderen so viele Ideen hatten. Wir wurden gestern als erstes in zwei Gruppen aufgeteilt. Danach haben wir Entspannungsaufgaben gemacht. Die Bewegungsaufgaben fand ich sehr interessant. Ich w?ich freuen,wennw ir so etwas noch einmal machen w?
Olga02.jpg Olga:
Der Tag war sehr entspannend. Es war mal eine Abwechslung zum immer gleich Schultag. Das “Out Of Ballance” war eng. Alle sind aufeinander angewissen. Befreie deinen Kopf und es regt deine Fantasie an.
Christina2jpg.jpg Christina:
Der Tag gestern war f?h sehr sch?Es war sch?u sehen, was f?en meine Mitsch?aben. Die Bewegungen die wir gemacht haben fand ich waren sehr interessant f?h. Da ich so etwas nicht t䧬ich tuhe. Am besten fand ich, dass wir uns in Gruppen aufgeteilt haben und uns gegenseitig gest?aben Schritte, die wir gelenrt haben erweitert, dabei ist es mir am Anfang schwer gefallen, mit den Schritten und den Handbewegungen. Danach sollten wir uns zu dritt
Lydia2.jpg Lydia:
Die ersten beiden Stunden haben wir Bilder von unseren Gesichtern, H䮤en, Nasen, Augen gemacht. In den n䣨sten stundenn haben wir unsere Schritte die wir gelernt haben noch erweitert, das viel am Anfang schwer. Danach sollten wir uns zu dirtt in Gruppen zusammen finden. Dann hatten wir die Aufgabe ein paar Schritte gehen (nicht gerad ganz normal), aber auch so das wir alle an einander h䮧en. Und in der letzetn Stunde haben allen ihre Arbeitsl?g forgef?
isabell22.jpg Isabell:
Zuerst haben wir uns in einem Kreis auf den Boden gesetzt, dort haben wir besprochen was wir machen. Dann haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und die Sachen ge?m schluss haben wir de Sachen den anderen gezeigt und alles noch mal besprochen. Ich finde das projek gut, denn es macht mir spa߮
Daniela23.jpg Daniela:
Am 25.01.06 hatte unsere Klasse die r9b der Immanuel-Kant-schule besuch von Frau Hanfgarn. Sie hat uns einige Tanzschritte beigebracht. Wir mussten uns in dreier Gruppen aufteilen und uns so bewegen das wir alle die position hatten, als ob wir uns st?damit wir nich fallen. In den letzetn beiden stunden hat jede Gruppe ihre schritte den anderen gezeigt. Claudia hat jeder Gruppe gesagt, was sie gut fand und was man noch 䮤ern k?e. F?h ist das Thema interessant und macht mir spa߬ weil man in Gruppen arbeiten kann. Ich w?ich freuen, wenn Frau Hanfgarn noch mal in unserer Klasse kommt.
Sandr2.jpg Sandra H:
Als erstes als wir rein gekommen sind, haben wir uns alle zusammen gesetzt. Dann sollte die erste Gruppe mit Herr Carstensen Fotos machen. Wir sind dann ins B-Team gegeangen und Herr Carstensen hat Fotos von unserern einzelnen K?rteilen gemacht. Als wir dann wieder zum Musikraum gegangen sind haben wir mit Frau Hanfgarn neue Tanzschritte ge?m Ende haben wir uns die ganzen Bewegungs?n angeschaut. Es hat mir alles ganz gut gefallen.
Nesib2e.jpg Nesibe:
Beim gestrigen Projekttag konnte ich mich sehr entspannen. Einfach nach Gef? tanzen, kann einen sehr beruhigen. Aber da ich gestern Geburtstag hatte, war ich nicht ganz bei der Sache. Ich k?e schon sagen, dass es mir gerad egal war, was wir gemacht haben. Aber bei den Entspannungs?n war ich bei der Sache, weil es mir sehr gef䬬t, mich einfach so gehen zu lassen. Nur bei den Aufgaben konnte ich mich nicht konzentrieren, und so hatte ich eigentlich nichts davon.
Elif2.jpg Elif:
Am vorigen Projekttag hat es mir viel spaߠgemacht. Frau Hanfgarn bringt uns bei uns mit unserern K?rn auszudr? Wir haben gestern viel Entspannungs?n gemacht. Wo ich mich sehr wohl gef?abe. Ich habe gelernt als Team zusammen zu arbeiten. Mit Frau Hanfgarn bringt es viel Spaߠetwas zu lernen.
Mila2.jpg Milay:
Frau Hanfgarn bringt uns bei uns mit unseren K?rn auszudr? Wie wir mit Gruppen gearbeitet haben, und uns fl?bewegen sollten. Selbstbewusst und gut zu tanzen, brachte sie uns bei. Ich fand es gestern sehr interessant.
Jen2s.jpg Jens:
Gestern haben wir unser Prjoekt weiter geführt Wir teilten uns in zwei Gruppen und lernten unseren Tanz weiter. Danach folgte eine Runde Figuren darstellen. Dabei sollten wir uns gegeneinander auffangen, was mir spaß gemacht hat. Zuletzt haben wir zugeguckt, wie Herr Carstensen am Computer in unsere Fotos Efekte einbaute. Der Tag war sehr interessant. Ich habe herausgefunden welche tollen Ideen meine Mitsch?aben. Ich w?ich freuen, wenn Frau Hanfgarn wieder kommt.
Janis.2pg.jpg Janis:
Nachdem sich die ganze Klasse im Musikraum versammelt hat, ist die erste Musikgruppe mit Herrn Carstensen in das B-Team gegangen. Dort hat Herr Carstensen verschiedene Aufnahmen mit uns gemacht. Anschließnd sind wir in den Musikraum gegangen, wo wir Tanzschritte mit Frau Hanfgarn ge?ben. Danach haben wir in kleinen Gruppen eigene T䮺e ge?n der 5ten Stunde kam Frau Denzinger dazu, um zu gucken, was wir bis dahin einge?tten. In der 6ten Stunde hat jede kleine Gruppe den anderen Gruppen ihren Tanz vorgeführt
Antonio2.jpg Antonio: Ich hatte Spaß! Es war eine sehr gute Erfahrung für mich! Ich fand es gut mal was mit der ganzen Klasse gemeinsam zu unternehmen!
Michael2jpg.jpg Michael: Der Tag war sehr spannend. Jedoch liegt mir das Tanzen nicht so. Deshalb war es nicht so meine Welt.
Madina2.jpg Madina: Das erste Arbeitstreffen war echt interessant. Claudia mochte ich sofort sehr gerne. Das Tanzen, die Bewegungen und die Übungen haben mir sehr viel Spaß gemacht und es war sehr entspannend.
Maneera2.jpg Maneerat: Das Tanzen und die Musik haben mir gut gefallen. Ich tanze sehr gerne. Es hat mir echt gut gefallen. Frau Hanfgarn war mir auch von Anfang an sympathisch!
[KLANGKÖRPER - KÖRPERKLANG] Immanuel-Kant-Schule Bremerhaven Klasse: R9b
erster Arbeitstreffen 25.11.2005
…aus dem Schülerprotokoll…

und der Abschlussbericht von Claudia Hanfgarn

Die Tänzerinerin Claudia Hanfgarn stellte sich vor

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…die Stimmung ist neugierig aber verhalten…

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…Konzentration…Stille…Gesten entwickeln..

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…Spannung – Entspannung…
…Kontakt ….Nähe und Ferne…
…beobachten und erkennen…
…ein langer Weg…der Zipfel gefasst…

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…acht Positionen…

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…posen…das zu fühlen, was man macht…den Stress vergessen…

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Teamwork: Es greift in einander

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…mit dem Körper sprechen, den Körper sprechen lassen…

15 Argumente
15 Aussagen entwickelt in einem Gespräch während einer quälend langsamen Zugfahrt nach Jena mit Ayhan, Janis, Madina, Maneerat, Michael, Lydia, Olga und Jens Carstensen im Juni 2006.

1. Wir wissen nicht was wir eigentlich machen.

2. Wir würden es nochmal tun.

3. Wir glauben, dass es gut ist.

4. Die Arbeit war spannend.

5. Es gab viel Abwechslung innerhalb der Arbeitsphasen.

6. Jeder hatte die Chance, etwas eigenes einzubringen.

7. Durch die gemeinsame Arbeit an kleinen Aufgaben sind wir uns näher gekommen.

8. Wir fühlen uns sicherer, wenn wir uns jetzt vor anderen bewegen (tanzen).

9. Kritik und Meinung waren wichtig. Das gab uns vertrauen.

10. Wir haben gemeinsam ein Stück entwickelt und ein auch uns überraschendes Ergebnis abgeliefert.

11. Vorschläge von uns Schülern haben ihren Platz in der Arbeit gefunden. Sie wurden zum “Thema”.

12. Schüler machen ihren “eigenen Unterricht”.

13. Es gibt nicht nur eine richtige Antwort, sondern verschiedene Wege.

14. Wir standen nicht so unter Druck wie in anderen Fächern.

15. Wir fühlen, dass wir zur Schule gehören, das wir ein Teil sind.

3 gedankliche Baustellen

1. Was habt ihr denn nun gelernt?

- Schule macht Spaß
- Gruppenarbeit
- Mitmachen statt nur Zuhören
- und damit erhöhter Spaßanteil
- ist weniger langweilig
- Vielfältigkeit: es gibt nicht nur das eine, das richtig ist
- neue Art sich zu bewegen erkannt, Bewegungsrepertoire…
- Video, Technik, Internet – es gehört eben noch viel mehr zum Theater

2.Was hättet ihr verpasst?

- Claudia Hanfgarn
- ich kann nicht nur Rechnen
- neue Bewegungen erlernt
- ich kann Tanzen (Erkenntnis)
- Rollentausch – das andere “Ich”
- das wir auch mal ruhig sein können
- Verstehen ohne Worte
- Aufregung und Dazugehörigkeitsgefühl
- Vertrauen in mich entwickeln
- neues Körpergefühl

3.Leerstellen/Lehrstellen

- Unterricht: eins nach dem anderen ohne Ende
- Projekt: immer weiter an der gleichen Sache
- neue Gedanken und Gefühle, spürbare Veränderung

zweites?Arbeitstreffen 23.03.2006
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Arbeit mit Projektionen auf Körper und Kleidung…
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…um tolle Efekte zu erstellen…
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Ganztagsschulkongress Berlin

Riesenapplaus für Bremerhavener Schulprojekt in der Hauptstadt

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Toller Erfolg für Klasse R10b der Immanuel-Kant-Schule auf dem Ganztagsschulkongress in Berlin
Der Jubel war groß, als unser Musiklehrer Jens Carstensen uns vor ein paar Wochen mitteilte, dass wir, 25 Mädchen und Jungen der R10b, als Anerkennung für unser Tanzprojekt KLANG-KÖRPER, KÖRPER-KLANG eine Einladung zum Kongress „ganztägig lernen“ in Berlin ergattert hatten.

Die Mühe hatte sich gelohnt! Monatelang haben wir unter Anleitung der Choreographin Claudia Hanfgarn ein Tanzstück erarbeitet und geprobt, das wir zum ersten Mal im Juni dieses Jahres zum 50jährigen Bestehen unserer Schule aufführten.

Am Donnerstag Morgen, dem 21.September, ging es endlich los. In Berlin angekommen, hatten wir kaum Zeit, unsere Taschen im Jugendhotel abzuladen, denn wir wurden bereits zur Probe in der neuen Kongresshalle am Alexanderplatz erwartet. Es ging alles reibungslos vonstatten. Herr Carstensen hatte unsere „Techniker“ gut vorbereitet. Ganz schnell war alles aufgebaut. Auch die Tänzerinnen und Tänzer gaben ihr Bestes.

Am Freitagmittag hatten wir dann unseren großen Auftritt im großen Kuppelsaal der Kongresshalle. Die aus dem Fernsehen bekannte Moderatorin Inka Schneider führte das Publikum durch das Programm und kündigte auch uns an. Leider tat sich zunächst einmal gar nichts. Wir warteten vergeblich und zitternd auf das Einsetzen unserer Musik. Während uns hinter der Bühne das Herz in die Hosen sank, blieb Frau Schneider souverän und beruhigte das Publikum: „Die Schüler sind bereit.“.

Endlich hatte unser Technikteam alles im Griff und wir tanzten und schwebten erleichtert über die Bühne.
Den anschließenden tosenden Applaus hatten wir nicht erwartet. Später wurden wir von vielen Lehrern aus verschiedenen Bundesländern auf unser Projekt angesprochen und befragt. So viel Lob tat uns richtig gut. Abends hatten wir einen weiteren Auftritt unter schwereren Bedingungen. Diesmal in der Empfangshalle, wo wir mit vielen Nebengeräuschen fertig werden mussten. Allerdings fühlten wir uns schon wie die Profis. Auch diesmal gab es wieder einen Riesenapplaus und Interviews.

Eins ist klar: Bei vielem Negativen, das durch die Medien häufig über Bremerhavener Schulen berichtet wird, konnten wir vielleicht ein wenig dazu beitragen, die Schulen und die Kultur unserer Stadt in einem besseren Licht darzustellen.

Jena: Schüleruniversität
Freitag,23.06.2006 Workshop 9.00 – 11.00 Uhr

Schüleruniversität ,, Vorstellung bilden’’Der Professor einer Universität aus Jena stellte uns die Aufgabe nachzudenken was für uns Vorstellung sei.
Dann projizierte er mit dem Beamer den Ablaufplan des Workshops und wollte mit uns ein Experiment zu diesem Thema durchführen.
Die Fragen waren wie wir über andere denken und wie unsere Vorstellungen unsere Handlungen beeinflussen. Anhand einer Untersuchung sollte gezeigt werden wie die Universität forscht und was Sinn und Zweck der ganzen Sachen ist.
Mit dem Powerpointeprogramm zeigte er uns vier Personen, deren Geschlecht, Alter, Nationalität und
Temperament wir bestimmen sollten.

Wir gaben unsere Einschätzungen ab und am Ende stellte sich heraus, dass es sich bei den vier Schülerinnen um ein und dieselbe Person handelte. Nur die Gesichtszüge, Haut- und Augenfarbe und Frisur wurden geändert.
Anschließend sprachen wir noch über die Schulgestaltung, dazu verteilte Dr. Hermann Veith
Blätter, auf denen ein Problem mit rechtsorientierten Schülern geschildert wurde.
Die ,, Rechten’’ hatten zuvor einige Wände der betroffenen Schule mit ausländerfeindlichen Parolen beschmiert. Im Gegenzug organisierten die Lehrer die Aktion ,, Zusammenleben in Frieden’’ und gestalteten Wandbilder dazu.
Daraufhin beschwerten sich die Rechtsextremen Schüler darüber, es wäre bei dieser Veranstaltung nur eine Meinung vertreten, sie wollen auch eine Fläche im Schulgebäude nach ihrer Meinung gestallten Nachdem wir uns über den Text informiert haben, erhielten wir die Arbeitsaufgabe zu überlegen, ob wir diese Beschwerde für richtig halten.
Man kann auch bewegt lernen !
Eine Reflexion über das Tanzen an der Schule anlässlich des Auftrittes auf dem Kongress “ganztägig Lernen!” von Volker Hauffe

„Beim Tanz aber führt kein Weg daran vorbei, dass man sich selbst fühlt. Die Kinder spüren sich. Tanz ist etwas ganz nah am Körper. Und nah am Körper sein, das heißt, nah am Leben sein. Für viele Schüler ist das die einzige Möglichkeit, den Kontakt zur eigenen Identität aufzunehmen und damit letztlich auch einen Kontakt zur Kultur.“ Nesibe und Elif von der Immanuel-Kant-Schule in Bremerhaven sind 15 Jahre alt und haben mitgetanzt bei „Klangkörper – Körperklang“.

„Man musste sich erst dran gewöhnen!“, beschreiben die beiden türkischen Mädchen die Grundstimmung in der Gruppe. „Nicht alle Jungs tanzen, aber sie machten mit und stehen hinter uns“. In der Aufführung auf dem Ganztagsschulkongress war das zu beobachten – zwei Jungen tanzten, die anderen waren zuständig für Musik und Licht – Elemente die eine wichtige choreographische Bedeutung haben. Mit den Projekten geht immer auch einher, dass soziales Lernen stattfindet.

Download des ganzen Berichtes

man-kann-auch-bewegt-und-durch-bewegung-lernen.pdf

Unsere Technikgruppe

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Vorhänge müssen zerschnitten…

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…bearbeitet und aufgehangen werden…

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…auch am PC muss gearbeitet werden…

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Kunstverein Bremerhaven

Am 24.02.2006 stellten die Schüler der Klasse R9a im Kunstverein in Bremerhaven ihre Wasserklangprojekte unter Führung von Jens Carstensen vor. Mit dabei waren auch die Videokünstler Hannes Hölzl und Echo Ho, die ebenfalls ein Projekt vorbereitet hatten. Die Schüler waren in sechs Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe, bestehend aus Thomas Lewinski, Tim Ernst und Kevin Felsch, ging zum Deich, um dort das Platschen von ins Wasser fallenden Steinen aufzunehmen. Magnus Brösche, Onur Kartal und Volkan Bicen, die die zweite Gruppe bildeten, gingen zur Toilette, um dort die Klänge des Waschbeckens und der Toilettenspülung aufzunehmen und Fotos davon zu machen.Eine andere Gruppe bestand aus Süleyman Bayram, Jerrit Schilling und Roland Rust. Sie gingen zum Fischereihafen und nahmen dort die von uns durch Stöcker und Steine verursachten Wellen mit Kamera und Mikrofon auf, deren Klänge dann von ihnen am Computer bearbeitet wurden. Madelaine Cibis, Anna Meier und Kristin Herzog haben mehrere Kisten Wasser im Gefrierschrank bei -30 Grad einfrieren lassen, Salz draufgestreut um das und diese Klänge dann aufgenommen. Die fünfte Gruppe (Sarah Ihlo, Katharine Wronski und Kina Schreuder) füllte Wasser in kleine Tüten, stach winzige Löcher rein, hängte sie in verschiedener Höhe auf und ließ das Wasser dann auf Trommeln und Schlagzeugbecken tropfen. Ann-Ca

Echo Ho und Hannes Hölzl präsentierten den Film “Reise nach Tibet” im Kunstverein Bremerhaven am 24.02.2006.

Echo Ho
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Hannes Hölzl
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Der Film “Reise nach Tibet”

One day the mountain will fly away

“One day the mountain will fly away” untersucht das Verhältnis von Landschaft und Zivilisation,
d.h. von natürlicher und göttlicher Kraft und abgeschlossenem Raum. Mit unterschiedlichen Me-
dien wie z. B. Sound, Bewegung, Text, Fotografie, Video und interaktiven Medien versuchen die
Künstlerinnen und Künstler, die dieses Projekt gemeinsam entwickelt haben, zwischen Natur und
Landschaft und abgeschlossenem Raum zu vermitteln, eine neue Dimension der Kommunikation
zu entwickeln, um so das Verschwinden des fliegenden Berges zu entschlüsseln.

Das Projekt geht auf die tibetanische Sage der “Flying Mountains”, der fliegenden Berge zurück.
Erstaunlich, da Berge ja gewöhnlich Symbole der Stabilität und Unbeweglichkeit sind. Tibetan-
ischen Überlieferungen zufolge amen immer zu Naturkatastrophen Berge aus anderen Ländern -
in der Regel aus Indien – nach Tibet geflogen und halfen, die Ordnung im Land wieder herzustel-
len; doch sie bleiben nicht für immer im Land, sie können jederzeit auch wieder fortfliegen und
so eine neue Phase des Verfalls und der Verwüstung einleiten.

Die steinige Insel “mTsho snying Ma h de va” (das Herz des Sees) im Nordosten Tibets soll der
Legende nach einer dieser fliegenden Berg sein. ein göttliches Fortfliegen bildet die Grundlage
unseres Projekts.

Vier Bleche, die die Welt verändern?

Natürlich nicht aber eines der erfolgreichsten Projekte des letzten Jahres mit zahlreichen Auftritten und damit die immer wieder schöne Gelegenheit, mit den “Jungs” (Sulaksan, Erhan, und Marvyn) einen musikalischen Abend zu verbringen.

In Zusammenarbeit mit “Faden e.V.” haben wir große Klangbleche als Instrumente entworfen und von Schülern bauen lassen. Nach einigen erfolgreichen Auftritten in Bremerhaven auf dem Fest im Alten Kraftwerk (Wasser und Meer) und dem 50. Jahresfest der Immanuel-Kant-Schule folgten bisher einige ehrbare Auftritte.

Über den Auftritt auf dem Ganztagsschulkongress in Bremen schrieb das vereinseigene Magazin “Die Ganztagsschule in Heft 4/2006:

Eröffnung des Kongresses
Die Trommiergruppe „X-Drums“ – 4 Mädchen und 4 Jungen der Im­manuel-Kant-Schule Bremerhaven – erfreuten zur Eröffnung des Kongresses die Teilnehmer/innen mit unerwarteten lauten und lei­sen Rhythmen, erzeugt auf den verschiedensten hör- und sichtba­ren, großen und kleinen Schlaginstrumenten. Mit Begeisterung und Hingabe erregten die Trommler beachtliche Aufmerksamkeit beim Publikum, das nach heftigem Beifall hellwach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden unserer Gesellschaft, Direktor Stefan Appel, und dem Präsidenten des Bremer Senats, Bürgermeister Jens Böhrnsen, folgen konnte.

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Klick auf das Foto für die Bildergalerie!

Es folgten weitere Auftritte auf dem SPD Parteitag im Januar 2007

und zur Eröffnung des Jahres der Geistes Wissenschaft im Stadttheater Bremerhaven.

Vor uns liegen

X DRUMS auf dem 1. Bremer Schulsponsoren Tag in der Oberen Rathaushalle in Bremen (7.März 2007)

und die Eröffnung der Pädagogischen Woche in Bremerhaven (2. März 2007)

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