RnB

Erstellt von jens carstensen Am 7, Mai. 2017 Kommentar hinzufügen

Kurzform für Rhythm and Blues

Unterhaltungsmusik seit den 1940 Jahren

Synonym für Musik afroamerikanischer Künstler die damals häufig unter dem Begriff race-records produziert wurden.

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Wikipedia erklärt R&B zur Zeit so:
Rhythm and Blues (auch Rhythm & Blues oder Rhythm ’n’ Blues, abgekürzt: R&B, R ’n’ B oder auch RnB) bezeichnet den in den 1940er-Jahren vorherrschenden Stil afroamerikanischer Popmusik: eine rhythmisch stark akzentuierte Form des Blues, aus der später Rock ’n’ Roll, die von Weißen gespielte und produzierte Form des Rhythm and Blues, wurde. Der Begriff Rhythm and Blues tauchte 1941 nach einem Tantiemen-Streit zwischen der amerikanischen Urheberrechtsgesellschaft ASCAP und den Rundfunkanstalten der USA erstmals als Gattungsbegriff auf, um den als diskriminierend empfundenen Begriff Race Music zu ersetzen. So betitelte das Billboard-Magazin ab 1949 eine seiner Spartenhitparaden mit Rhythm and Blues. Den Begriff soll Jerry Wexler geprägt haben, der damalige Journalist und spätere Produzent des Plattenlabels Atlantic Records.[1] In der amerikanischen Musikindustrie wird der Begriff so bis heute auch als Sammelbezeichnung für afroamerikanische Mainstream-Musik verwendet.

In den 1980er- und 1990er-Jahren erfuhr der Begriff eine Neudeutung und bezeichnete Verbindungen von Popmusik und Soul (Michael und Janet Jackson, Whitney Houston, Lionel Richie, Prince), später eine Verbindung von Popmusik und Hip-Hop. Zur genaueren Abgrenzung werden hierfür häufig die Begriffe „Contemporary R&B“, „Rhythm ’n’ Beat“, „Rap ’n’ Beat“ oder „R&B“ (ausschließlich als Kürzel) verwendet.

1940er-Jahre

Jazz and Jive

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Rhythm-and-Blues-Bands in den USA gegründet. Die Musik der großen Big Bands der 1930er- und 1940er-Jahre hatte sich in Richtung Jazz weiterentwickelt. Radiostationen waren nicht mehr bereit, für ihr musikalisches Unterhaltungsprogramm teure Big Bands anzustellen, und spielten stattdessen Schallplatten. Damit fiel für die Big Bands ein beträchtlicher Anteil der Einkünfte weg. An ihre Stelle traten kleinere Bands, die aus Rhythmus-Gruppe und einigen Bläsern (Horn-Sections) bestanden.

Rhythm and Blues war ganz auf die Unterhaltung des Publikums ausgelegt. Viele Bands verpflichteten echte Shouter als Sänger, z. B. Big Joe Turner. Der erste große Star des Rhythm and Blues war Louis Jordan. Zu seinen Hits zählen unter anderem Caldonia, Saturday Night Fish Fry und Choo Choo Ch’Boogie. Zweideutige Texte waren die Grundlage für den Erfolg von beispielsweise Julia Lee. Als Leadinstrument setzte sich gegenüber dem Klavier die elektrische Gitarre in der Tradition von T-Bone Walker durch.

1950er-Jahre

Die Stellung des Rhythm and Blues als Musik der schwarzen Bevölkerung änderte sich in den 1950er-Jahren durch die Vermischung des Rhythm and Blues und des Rock ’n’ Roll durch Künstler wie Chuck Berry. Auch der Doo Wop hat seine Wurzeln im Rhythm and Blues; ursprünglich von schwarzen Künstlern gesungen, entstanden bald auch gemischte und rein weiße Gruppen.

Durch die Verbindung von Rhythm and Blues mit Gospel schufen Künstler wie Ray Charles und Sam Cooke in den späten 1950er-Jahren die Soulmusik, eine Weiterentwicklung des Rhythm and Blues mit seinen alten säkularen Themen, die nun mit sakraler Energie vorgetragen wurden. Der Song Hallelujah, I love her so! (1956) von Ray Charles spiegelt diese Spannung im Titel wider. Der Soul griff die Motive und Themen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung auf – den Kampf um gesellschaftliche (rechtliche und wirtschaftliche) Anerkennung der immer noch unterprivilegierten Afroamerikaner und damit verbunden der Konstituierung schwarzen Selbstbewusstseins.

Der Soul spaltete sich bald in verschiedene Genres und Stile auf. Der wichtigste und geschäftlich erfolgreichste dürfte Motown sein. Das Detroiter Label machte eine Reihe von Künstlern groß, beispielsweise Diana Ross & The Supremes, die Temptations, Smokey Robinson & The Miracles, Stevie Wonder und Marvin Gaye. Eine Entwicklungslinie führte von hier zum Funk der 1970er-Jahre. Stilprägend war hier vor allem James Brown.

1960er-Jahre
In der Subkultur der Mods in England spielten „schwarzer“ Soul, R&B, Ska und Jazz eine wichtige Rolle. Die Mods rebellierten damit gegen ihre Elterngeneration und distanzierten sich durch die Musik auch bewusst von Rockern und Beatles-Fans. Die mit der Mod-Bewegung stark verbundene Band The Who nannte ihr Programm Mitte der 1960er-Jahre „Maximum R&B“.[2][3] In der Modkultur liegt der Ursprung des Northern Soul (auch Rare Soul genannt), in dem seltene Aufnahmen von Soul und Rhythm and Blues prägend sind.

Musiker des Rhythm and Blues
Als Sänger und Musiker dieser Ära, die dem Rhythm-and-Blues-Stil der 1940er- und 1950er-Jahre – zumindest zeitweise – zuzurechnen sind, gelten neben den schon genannten Louis Jordan und Big Joe Turner neben anderen Hank Ballard, Jesse Belvin, Brook Benton, Earl Bostic, Bill Doggett, Charles Brown, Roy Brown, Ruth Brown, Billy Eckstine, Lowell Fulson, Lionel Hampton, John Lee Hooker, Etta James, Little Willie John, Buddy Johnson, B.B. King, Johnny Otis, Jimmy Reed, Ella Mae Morse, Dinah Washington, T-Bone Walker, Muddy Waters, Joe Williams, Howlin’ Wolf und Jimmy Witherspoon sowie Vokalensembles wie The Coasters, The Drifters, The Clovers und The Platters.

1980er Jahre

In den 1980er Jahren, nach dem Ende der Disco-Zeit, erlebt der Begriff „R ’n’ B“ ein Comeback als im weitesten Sinne eine Verbindung von Pop, Funk und Soul. Luther Vandross, Prince und Michael Jackson gelten als Vorreiter des neuen R&B. 1986 vereinte Teddy Riley erstmals Hip-Hop-Elemente mit R&B. Dieser neue Stil wurde unter dem Namen New Jack Swing oder New Jill Swing bekannt. Wichtige Vertreter dieser Gattung sind New Edition und Keith Sweat. Neben New Jack Swing, dessen Vertreter eher Männer waren, erfuhren auch R&B/Soul-beeinflusste Sängerinnen wie Janet Jackson, Whitney Houston und Tina Turner große Erfolge auf internationalem Terrain. Während Jackson und Houston eher Pop/R&B-Musik machten, ist die Musik Turners eher von Rockmusik beeinflusst.

1990er Jahre

Anfang der 1990er Jahre, als Hip-Hop und Rap immer mehr Einfluss auf die amerikanische Musik ausübten, kam es zu einer stärkeren Vermischung von R&B mit diesen Stilen. Sean Combs, Produzent von Mary J. Blige, nennt den neu entstandenen Stil „Hip Hop Soul“. Wichtige Vertreter dieser Richtung sind R. Kelly, Brandy und Aaliyah. Zur gleichen Zeit entwickelte sich unter Babyface und Brian McKnight mit Quiet Storm eine R&B-Richtung zum klassischen Rhythm and Blues hin.

Mitte der 1990er Jahre kam für den zeitgenössischen R&B die erfolgreichste Zeit. Mariah Carey und Boyz II Men schafften es mit ihrem gemeinsamen Lied, One Sweet Day, sich am längsten auf Platz eins der Billboard-Charts zu halten. Die Alben II von Boyz II Men und CrazySexyCool von TLC verkauften sich allein in den USA über zehn Millionen mal. Ein paar Jahre später wurde mit Neo Soul ein weiteres R&B-Genre entwickelt. Neo Soul mischt Contemporary R&B mit dem Soul der 1970er-Jahre. Bekannte Künstler sind D’Angelo, Lauryn Hill, Erykah Badu und Maxwell. Ende der 1990er begann der R&B, vermehrt Einfluss auf die Popmusik zu nehmen. Zu nennen in diesem Zusammenhang sind Whitney Houston, Mariah Carey, TLC und 98 Degrees.

Seit 2000
Entstehung des Sammelbegriffs „Black Music“

Bereits seit den späten 1990ern vermischten R&B-Künstler wie R. Kelly und TLC R&B mit Hip-Hop. Seit 2000 hatte sich der Trend noch verstärkt und R&B und Hip-Hop sind zunehmend miteinander verschmolzen. Diese Fusion lässt sich als „Black Music“ oder „Urban Music“ bezeichnen. Auf der einen Seite integrierten noch mehr Rapper wie 50 Cent oder P. Diddy R&B-Refrains in ihre Lieder. Auf der anderen Seite wurden die Tracks der R&B-Künstler Hip-Hop- und Beat-lastiger. Die Zahl der R&B-Gruppen nahm stark ab und das Genre fokussierte sich auf zu dieser Zeit sehr erfolgreiche Solokünstler wie: R. Kelly, Mary J. Blige, Brandy, Alicia Keys, Mario, Beyoncé, Usher, Monica, Ciara, Rihanna, Ashanti und Craig David.
Anfang der 2000er: Kommerzieller Erfolg von Neo Soul

Obwohl der derzeitige R&B mehr Hip-Hop-lastig ist, findet auch das sogenannte „Soulful R&B“ erfolgreiche Vertreter wie Anthony Hamilton, Erykah Badu, D’Angelo, India.Arie und John Legend.
Trends der Mitt-2000er: Crunk&B und Auto-Tune

Neben dem stark Hip-Hop-beeinflussten R&B und dem modernen Neo-Soul – dem „Soulful R&B“ – entstand Mitte der 2000er der sogenannte Crunk&B, die Mischung des Crunks mit dem R&B. Diverse Hitsingles wie 1, 2 Step von Ciara oder Yeah! von Usher dokumentieren diesen jedoch nur kurzlebigen Trend. Zur gleichen Zeit setzte sich auch die exzessive Benutzung von Auto-Tune im R&B, zurückzuführen auf den Sänger T-Pain, der die kaum mehr benutzte Technik wieder salonfähig machte, durch. So lieh allein er seit 2005 seine – im Studio durch Auto-Tune verfremdete – Stimme über 50 Billboard-R&B/Hip-Hop-Hits. Hinzu kommen diverse Nachfolger, die den Effekt auch ohne T-Pain verwendeten.

2007–2010: Zunehmender Einfluss elektronischer Tanzmusik
Erheblich veränderte sich das Genre auch durch die verstärkte Verwendung von Elementen der elektronischen Tanzmusik. Während bereits zur Jahrtausendwende die aktuellen Alben von Michael Jackson (Invincible) und Brandy (Full Moon) sich stark „elektronisiert“ präsentierten – geprägt durch Darkchilds 2-Step-artige Produktion – setzte sich der elektronische R&B seit 2007 durch, als Interpreten wie Rihanna, Chris Brown und Ne-Yo diverse Nummer-eins-Hits mit Dance-R&B-Tracks erzielen. Darauf folgten weitere kommerziell erfolgreiche Vertreter dieses Subgenres wie Jason Derulo, Taio Cruz, Bruno Mars, Jay Sean, T-Pain, Trey Songz, Jeremih und Kid Ink.

RnB Tradition: https://en.wikipedia.org/wiki/African-American_music

Historic traits

As well as bringing harmonic and rhythmic features from western and sub-Saharan Africa to meet European musical instrumentation, it was the historical condition of chattel slavery experienced by black Americans within American society that contributed the conditions which would define their music. Many of the characteristic musical forms that define African-American music have historical precedents. These earlier forms include:

field hollers
beat boxing
work song
Spoken Word
Rapping
Scatting
call and response
vocality (or special vocal effects): guttural effects, interpolated vocality, falsetto, melisma, vocal rhythmization
improvisation
blue notes
polyrhythms: syncopation, concrescence, tension, improvisation, percussion, swung note
texture: antiphony, homophony, polyphony, heterophony
harmony: vernacular progressions; complex, multi-part harmony, as in spirituals, Doo Wop, and barbershop music

Gemeinsame Merkmale aller afroamerikanischen Musikstile

Besondere, aus der afrikanischen Musiktradition stammenden Merkmale der afroamerikanischen Musik sind: Frage- und Antwortmotive, starke Betonung der Perkussion, Polyrhythmik und Polyphonie, Synkopierungen, Akkordfortschreitung und Improvisationen. Letztere können jeden Teilaspekt der Musik betreffen, sei es Struktur, Melodie, Harmonie oder Rhythmus. Im Gesang sind Effekte mit dem Gaumenlaut, hineingerufener Gesang während des Stückes, Fistelstimme, Blue Note und Afro-Melismas typisch.[1] In Brasilien, Kuba und anderen lateinamerikanischen Ländern sind originäre afrikanische Musikinstrumente (meistens Trommeln), Lieder in der westafrikanischen Sprache Yoruba und der Bezug zu den afroamerikanischen Religionen häufig. Diese Traditionen wurden in den Vereinigten Staaten unterdrückt und rissen dort ab.
Nordamerika
→ Hauptartikel: Popmusik#Entwicklung in den Vereinigten Staaten

Der Begriff „Afroamerikanische Musik“ wird synonym auch für die sog. Black Music insbesondere der Vereinigten Staaten benutzt und in diesem engeren Sinne von der afrolateinamerikanischen Musik unterschieden.

Die für die Arbeit auf den Baumwollfeldern von Afrika nach Amerika verschleppten Sklaven vermischten ihre Musiktraditionen mit Polka, Walzer und anderen europäischen Musikstilen. Aus den Sprechgesängen auf den Baumwollfeldern (Call & Response) entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Blues, der zunächst nur in den Südstaaten beheimatet war. Mit der Abwanderung vieler Afroamerikaner aus dem ländlichen Süden in den industrialisierten Norden (Chicago, Detroit, …) und der sich hier entwickelnden elektrischen Verstärkung der Musik, entstand die Stilrichtung des Chicago-Blues. Aus diesem entwickelte sich in den 40er Jahren der Rhythm´n´Blues, der wiederum von vornehmlich weißen Musikern adaptiert zum Rock´n´Roll wurde. Die Weiterentwicklung dieser Musik führte zum Rock, Hard Rock, Punk, Grunge, Metal usw.

Der frankophile Einfluss in der Gegend um New Orleans und dessen Vermischung mit dem ursprünglichen Blues führte zur Entstehung des Jazz. Und der Einfluss der afroamerikanischen Kirchen-Musik bei der Verschmelzung mit dem Blues war die Geburtsstunde des Soul und damit von Disco, Funk, HipHop und anderen modernen Musikstilen.

Somit ist die ursprüngliche afroamerikanische Musik in Nordamerika die Wiege der “modernen Musik” der letzten 100 Jahre.

Zur afroamerikanischen Musik der Vereinigten Staaten gehören folgende Musikstile/African-American music styles

Barbershop music
Blues
Bebop
Boogie woogie
Delta Blues
Disco
Doo-wop
Electro
Funk
Go-go
Gospel music
Groove
Hip hop
House music
Jazz
Jug Band Music
Negro spirituals
Neo soul
New Jack Swing
Quiet storm
Ragtime
Contemporary R&B
Rhythm and blues
Rock & roll
Skiffle
Soul music
Southern Rap
Spiritual
Swing
Techno
Trap music
PBR&B
Zydeco

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