Alles Honig – Das Bienenprojekt

Erstellt von jens carstensen Am 3, Dez. 2014 Kommentar hinzufügen

Seit dem Frühjahr 2014 stehen auf einem Dach an der Schule in der Flensburger Str. zwei Bienenstöcke. Die Klasse 6a beobachtet genau, was sich im Bienenjahr so bewegt. Eingehüllt in professionellen Imkeranzügen wird mehrmals im Jahr nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist. Natürlich werden im Sommer auch die Honigwaben entnommen und der leckere Honig geschleudert. Im Frühjahr 2015 waren alle geschockt. Die Bienenvölker haben nicht überlebt. Hier unser Bericht für Kid Witness News.

Der Film erhält den 2. Preis im Wettbewerb 2016. Das sagt die Jury:

„Süß und nützlich – Imkern in der Stadt“ beeindruckt durch eine geballte Ladung an Fakten zu Bienen und ihrer wichtigen Rolle für den Erhalt der Natur und unserer Lebensgrundlagen. Er ist lehrreich, gut recherchiert und technisch aufwendig produziert. Die Bildeinstellungen, der saubere Schnitt, der Einsatz von Kameradrohnen sowie einer Krahnkamera machen den Film zu einer eindrucksvollen Reportage, die fast im Fernsehen gesendet werden könnte. Das Team brilliert mit einem sehr guten Erzählstil und mit intelligent eingebauten Wendepunkten, um die Geschichte und die Wichtigkeit der Bienen für uns Menschen informativ und unterhaltsam zu erzählen. Es ist gelungen, ein großes Projekt fesselnd in einen kurzen Beitrag zu bringen und gleichzeitig das eigene Erleben darzustellen.

Winterfest ganz im Zeichen des Honigs. Das Bienenprojekt 2014 im Film

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Das Bienenprojekt wurde gefördert:

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Imkern in der Stadt

Sie gehen brummend auf Futtersuche und das meist in unserer Gegenwart. Auf der Suche nach etwas Blütennektar begegnen wir ihnen auf prachtvollen Wiesen mit farbigen Blumen in unseren Gärten: Bienen und Hummeln. Für unser Überleben auf diesem Planeten verrichten diese Tiere einen unschätzbaren Dienst, denn sie bestäuben viele Nutzpflanzen, die ansonsten keine Frucht und damit keine Nahrung für uns hervorbringen würden. Und am Ende eines Sommers kann der Honig geerntet werden!

Anstoß zu diesem Projekt war ein Zeitungsartikel über den Bremerhavener Stadtimker Andreas Bredehorn. Seine Bienenstöcke stehen auf Hausdächern und in Kleingärten in Bremerhaven. Wir waren sehr beeindruckt und unsere Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit Andreas Bredehorn persönlich kennen zu lernen. Er schlug vor, in unserem Schulgarten zwei Bienenvölker anzusiedeln. Dank der finanziellen Unterstützung swb-Bildungsinitiative und der Bremerhavener Stiftung Tier und Naturschutz konnten wir die Idee an unserer Schule realisieren. Zwei Bienenstöcke stehen jetzt auf einem Dach und werden im Jahreszyklus von der Klasse 6a betreut.

Vom Aufstellen der Bienenvölker bis zur Honigernte und dem Vertrieb war die Klasse bei allen notwendigen Tätigkeiten dabei. Medientechnisch begleitet von unseren „Best Boys“ Justin, Pascal und
Philipp aus dem 10 Jahrgang. Zusammen mit dem jungen Filmemacher Max Duda entstand eine Reportage über das erste Jahr mit unseren Bienen. Zusammen mit einem Katalog und einer Fotoausstellung wurde diese Reportage auf unserem „Tag des Honigs“ an einem Nachmittag öffentlich vorgestellt.

Die direkten Naturerfahrungen mithilfe von Beobachtungen, Experimenten und einer eigenen Tierhaltung sorgen für eine emotionale Wahrnehmung der Natur und erhöhen die Chancen zu erfolgreicher
Umwelterziehung. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass ein nachhaltiges, dauerhaftes Interesse gegenüber Tieren und Pflanzen vor allem dann entwickelt werden kann, wenn diese Neigungen bereits in jungen Jahren geweckt werden.

Das sagt der Imker:

Bremerhaven summt – Andreas Bredehorn imkert über den Dächern der Stadt.
Seit 2011 summt es bereits in vier Großstädten Deutschlands, allen voran Berlin.
Bienenvölker in der Stadt zu halten ist inzwischen zu einem globalen Trend geworden: Mitten in Paris, München und sogar auf den Dächern New Yorks kümmern sich Hobby-Imker um Bienenstöcke und versuchen so, die Aufmerksamkeit der Bürger für ihre Stadtnatur zu wecken – und die Abhängigkeit der Menschheit von funktionierenden Ökosystemen zu vermitteln. Denn wie Einstein gesagt haben soll: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“

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Bienenpopulationen in Gefahr
Doch den Bienen geht es nicht gut. Weltweit schrumpfen die Bienenpopulationen.

Die Ursachen sind vielfältig und vor allem hausgemacht: Hauptursache des Bienensterbens ist, neben Pilz- und Parasitenbefall der Tiere – wie die Varroamilbe, gegen die die Imker bis heute noch völlig hilflos sind – vor allem der Pestizideinsatz auf landwirtschaftlichen Monokulturen. Auch der Einsatz von genveränderten Nutzpflanzen, die zumeist insektengiftig sind, steht vermehrt im Verdacht, für das Sterben von Bienen, Hummeln und Wildbienen verantwortlich zu sein.

Der Biene helfen kann jeder einzelne auf recht einfache Weise: durch Anlegen einer Bienenweide, die den Bienen eine reichhaltige Nahrungsgrundlage bietet – und zudem noch schön aussieht.

Unsere Arbeitsgemeinschaft

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Im Rahmen unseres Projektes haben wir 2 Bienenpopulationen auf unserem Schuldach angesiedelt. Im Unterricht haben wir uns mit Insekten im Allgemeinen und Bienen im Besonderen auseinandergesetzt. Wir haben regelmäßig Kontrollen an den Bienenstöcken unternommen und in unserem Schulgarten auch Bienenweiden geplant. Im Juli 2014 hat die AG Bienen dann endlich den ersten Honig aus den Waben geschleudert. Nach einer Ruhephase ging es dann an das Abfüllen in Gläsern. An unserem Tag des Honigs im Dezember 2014 haben wir das der Projekt öffentlich vorgestellt.

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Im Frühjahr 2015 waren wir dann allerdings geschockt. Unsere Völker haben wie ca 80% aller Bienenvölker in Bremerhaven den Winter nicht überlebt. Ein milder Winter mit schlechtem Einfluss auf das Flugverhalten der Bienen und der Befall mit der erwähnten Milbe sind die möglichen Ursachen. Doch wir machen weiter und bekommen hoffentlich in den kommenden Wochen zwei neue Völker auf unser Dach.

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Alle Kinder der Klasse 6a haben mit großer Begeisterung am Projekttag des Honigs teilgenommen. Die Kinder haben den geschleuderten Honig gemeinsam mit dem Imker Andreas Bredehorn in kleine
Gläser abgefüllt, dazu passende Etiketten gestaltet, Kerzen aus Bienenwachsplatten hergestellt und allerhand über die Honiggewinnung erfahren. Sie konnten lernen, welche Werkzeuge der Imker benötigt um den Honig aus den Bienenwaben zu gewinnen und wie der Honig eigentlich entsteht.
So waren sie bestens vorbereitet Honig und die Kerzen bei unserem Tag des Honigs zu präsentieren und all unseren Besuchern einiges über die Honigproduktion und die Arbeiten des Imkers zu erzählen.

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Die Bienenfiebel des Deutschen Imkerbundes zum Lernen:
greenpeace – Bye, Bye Biene – der Report 2013 als pdf
Thema Bienensterben: Die Infoseite der Süddeutschen Zeitung
Die Welt informiert über die Ursachen des Bienensterbens 2015
Bayrischer Rundfunk zum Thema Bienensterben
Bienensterben – spiegel-online
Wer ist schuld am Bienensterben? Interview mit Walter Haefeker
Was leiseten Bienen? Fakten und Wissen!
eu-Umweltakademie zum Thema
Bienensterben – das Thema bei telepolis. Supersammlung von Fakten!!!

Die Sendung mit der Maus Thema Stadtimkerei

Infos auch unter Andreas imkert auf den Dächern Bremerhavens
Homepage Seestadt-Honig von Andreas Bredehorn

gefördert:

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